Mi, 18.5.2022 Verklärte Nacht
Musiker*innen des Gewandhausorchesters
Margie Medlin, Visuals
Johannes Gabriel, Sprecher

Das erste KLASSIK-underground-Konzert im Jahr 2022 tauchte ein in eine Interaktion der Kunstformen Musik, Licht und Visual Art.  Musiker*innen des Gewandhausorchesters spielten Schönbergs “Verklärte Nacht” für Streichsextett Op. 4, interaktiv verbunden  mit Licht- und Videoprojektionen der australischen visual art-Künstlerin Margie Medlin.
Eröffnet wurde der Abend jedoch mit Weberns einsätzigem Streichquartett „Langsamer Satz“, der genau an der Grenze zwischen der Romantik und der Moderne steht. Schon dieses Werk setzte den Ton des Abends und führte das Publikum in die intensive musikalische Atmosphäre der Zeit der Jahrhundertwende.
Schönbergs wegweisendes Streichsextett wurde durch ein gleichnamiges Gedicht von Richard Dehmel inspiriert. Die Musik macht mit ihrer Emotionalität und Direktheit den Inhalt des poetischen Werkes unmittelbar erfahrbar. Die Rezitation des Gedichts durch den Leipziger Schauspieler Johannes Gabriel ermöglichte ein direktes Hineinfühlen in die Entstehungsgeschichte der Musik. Die Live-Installationen aus Licht und Video der international renommierten Medienkünstlerin Margie Medlin vermittelten den Eindruck, von einer dreidimensionalen virtuellen „Verklärten Nacht“ umfangen zu sein.
Der Effekt war eindringlich, die Schönbergs Musik fügte sich in die atmosphärisch ausgeleuchteten Gewölbe der Moritzbastei und öffnete gleichzeitig den Raum und dehnte die Zeit. Das Publikum feierte die Performance euphorisch und mit lang anhaltendem Beifall. Ein Konzert, das lange nachhallen wird, klang am Tresen mit Drinks und Gesprächen aus.
Musiker*innen des Gewandhausorchesters
Tristan Thery und Camille Gouton (Violine)
Tahlia Petrosian und Ivan Bezpalov (Viola)
Nicolas Defranoux und Gayane Khachatryan (Cello)

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